Palmen

Zimmerpalmen

Palmen sind sehr ansprechende Pflanzen, die eine besondere optische Wirkung haben. Sie erinnern direkt an tropische Südseestrände oder an Oasen in der Wüste. Das Angebot an Palmen ist mittlerweile sehr umfangreich, jedoch eignen sich die wenigsten Arten als Zimmerpalme. Eine interessante Seite für die Pflege, Kauf und Überwinterinung und Tipps zum Palmen kaufen kann ich euch empfehlen.Die meisten Arten werden viel zu groß, haben einen enormen Lichtbedarf, welcher in der Wohnung selbst im Sommer nur mit starker Zusatzbeleuchtung gedeckt werden kann oder haben hohe Ansprüche an Temperatur und Luftfeuchtigkeit, denen nur in einem Gewächshaus vernünftig nachzukommen ist. Es gibt jedoch eine kleine Auswahl an Arten, die sich als Zimmerpalmen eignen.

Was keine Palmen sind

Ein großer Fehler, der oft gemacht wird, ist es Pflanzen aufgrund von Ähnlichkeiten gleich zu benennen. Ein wichtiges Merkmal um eine Palme zu erkennen ist die fehlende Verzweigung. Palmen haben, abgesehen von Doumpalmen, einen Wachstumspunkt. Das bedeutet, wenn eine Palme abgeschnitten wird, verzweigt sie sich nicht, sondern stirbt. Drei Pflanzen, die oft für Palmen gehalten werden, jedoch keine sind, sind Palmlilien oder Yuccas, Drachenbäume der Gattung Dracaena, von dennen Dracaena marginata die häufigste Zimmerpflanze ist und Palmfarne der Gattung Cycas. Bei letzteren ist der Name besonders unglücklich gewählt, da sie weder etwas mit Palmen, noch etwas mit Farnen zu tun haben. Eine weitere interessante Facebook Gruppe findet ihr hier Facebook Palmen Austauschgruppe

Zimmerpalmen & Zimmerpflanzen

Da eine vollständige Aufzählung aller möglicherweise geeigneter Zimmerpalmen unmöglich ist, sollte darauf geachtet werden, dass die ausgesuchte Art nicht zu groß wird, nicht zu schnell wächst und vor allem erfüllbare klimatische Ansprüche hat. Viele Palmen benötigen zwar kein tropisches Klima mit gleichbleibenden 27°C, dafür jedoch eine kühle Überwinterung. Dies bedeutet, dass auch die etwas geringere Zimmertemperatur von 18°C für eine mediterrane Palme, welche 10 – 15°C benötigt nicht tolerierbar ist! Wichtig beim Kauf von Zimmerpalmen ist der vollständige wissenschaftliche Name. Bei rund 2600 Arten kann der Kauf nach Gefühl schnell zu einer großen und nicht selten teuren Enttäuschung werden.

Hier ein interessantes Video zu winterharten Palmen, was ich sehr lehrreich fand.

Chamaedorea elegans

Diese Art ist die mit Abstand häufigste und beliebteste Zimmerpalme. Sie wird zwar in der Natur bis zu 5 m hoch, erreicht jedoch im Topf jedoch nur rund 2 m. Sie braucht verhältnismäßig wenig Licht und kommt mit unterschiedlichen Temperaturen dauerhaft gut zurecht. Auch das Gießwasser kann kalkhaltig sein und direkt aus der Leitung kommen. Sie wird oft in verschiedenen Größen zu mehreren Pflanzen pro Topf angeboten. Diese Pflanzen sollten in kleinere Gruppen aufgeteilt und direkt in größere Töpfe gepflanzt werden. Die Gattung Chamaedorea beinhaltet einige andere Arten, die sich als Zimmerpalme eignen.

Ravenea hildebrandtii

Dies ist eine seltenere Zimmerpalme, die jedoch mit etwa 1 m Höhe sehr handlich bleibt. Sie verträgt eher kühlere, als zu warme Temperaturen und mag es ebenfalls schattiger.

Washingtonia und Livistona

Beide Gattungen beinhalten Arten, die mindestens 7 m hoch werden, jedoch sehr oft angeboten werden. Wenn der Lichtbedarf gedeckt werden kann, können die Pflanzen dank des langsamen Wachstums etliche Jahre problemlos als Zimmerpalme gepflegt werden.

Weitere Gattungen

Die Gattung Rhapis enthält einige kleiner bleibende Arten, die dauerhaft als Zimmerpalme gepflegt werden können. Mehrere Arten von Hanfpalmen der Gattung Trachycarpus, die anfangs im Haus gepflegt und dank Winterhärte später in den Garten gepflanzt werden können.